„Ohne Geld-Autor“ im Interview – Wie schmeckt eigentlich Meerschweinchen?


Ohne Geld bis ans Ende der Welt

Der TV-Reporter und Motivationscoach Michael Wigge ist bekannt für seine spektakulären Selbstversuche vor laufender Kamera.
In „Wigges Tauschrausch“ schaffte er es tatsächlich, sich vom angebissenen Apfel bis zu einem eigenen Haus auf Hawaii erfolgreich hochzutauschen.
„Auf dem Tretroller durch Deutschland“ bereiste Wigge seine Heimat von Sylt bis zur Zugspitze – 2473 Kilometer mit reiner Muskelkraft.
Von seinen Abenteuern erzählte er in zahlreichen deutschen TV-Shows.

Sein bisher größtes Abenteuer aber war der Versuch, es „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“ zu schaffen.
Start der großen Challenge war Berlin. Ziel der Reise: Die Antarktis, Heimat der Pinguine.
Dazwischen liegen ungefähr 30.000 Kilometer!
Auf seiner Reise, die Wigge selbst mit der Kamera dokumentierte, ließ er wohl kaum eine Gelegenheit aus, um mit humorvollen Ideen oder verrückten Dienstleitungen an Nahrung, Unterkunft oder Mitreise-Möglichkeiten zu gelangen. Egal, ob als „Human Sofa“ in Las Vegas oder „Hill-Helper“ an den steilen Straßen von San Francisco.
Von diesem Abenteuer hörte auch Latenight-Talker Jey Leno und lud Wigge in die „Tonight-Show“ ein, wo der gebürtige Sauerländer neben Katy Perry auf dem Sofa saß und von seinem Abenteuer berichtete.

Wie man es schafft, ohne Geld zu reisen, zu essen und zu übernachten, erzählt Wigge in seiner Multimediashow „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“ am Sonntag, 18. November, um 18 Uhr in Plettenberg.


Interview Michael Wigge – „Ohne Geld bis Ende der Welt“

„Wie viel Geld hast du momentan in der Tasche und wie weit könntest du damit spontan verreisen?“

Michael Wigge: „Ich habe gerade genau 5 Euro in meinem Portemonnaie. Und mit diesen 5 Euro könnte ich theoretisch um die ganze Welt reisen. Warum sage ich das? Weil ich ,mal ohne Geld bis ans Ende der Welt gereist bin. Und dort bin ich praktisch im Tauschverfahren kostenlos durch die Welt gersit, also ich habe immer etwas getauscht, um kostenlos zu reisen, zu essen und zuschlafen. Beispiel: Ich erzähle jemandem einen lustigen Witz, der findet den hoffentlich witzig und gibt mir dafür kostzenlos n’Brötchen. Also mit solchen kleinen Tauschspielchen kann man sehr weit kommen.“

„Ohne die Hilfe anderer Menschen wärst du wahrscheinlich nicht weit gekommen.
Gib mal ein Beispiel für die Gastfreundschaft der Menschen auf deiner Reise.“

Michael Wigge: „Ich habe auf der Reise ohne Geld von Berlin zur Antarktis, also auf diesen 30.000 Kilometern ohne Geld auch sehr viel Hilfsbereitschaft erhalten. Also, wie gesagt, im Tauschverfahren habe ich die Leute angesprochen unter anderem auch für Unterkünfte, also irgendwo muss man ja schlafen. Und so war ich in Kolumbien in der schönen Stadt Cartagena in der Altstadt und habe einfach an Türen geklopft. Jetzt sagen viele Leute, das kannst du doch nicht machen, irgendwo in Kolumbien einfach mal irgendwelche Klingeln betätigen. Es geht! Also, das klingt jetzt etwas außergewöhnlich, aber es geht. Man klingelt und man sagt „Ola, como estas?“ und dann sagt eventuell eine Frau, „Ok, wir wohnen hier zwar mit zwölf Leuten im Haus, aber wenn Sie wirklich ohne Geld reisen, dann schlafen sie halt ne Woche bei uns.“ Und so ist mir das passiert und ich musste im Zimmer der Oma dieser unbekannten Familie schlafen und da gab es kleine Reibereien zwischen mir und der Oma, denn sie war großer Fußballfan. Real Madrid gegen Barcelona spielte und ich wollte irgendwas fragen und sie sagte: „No, no, no, no! Amigo, no, no, no, no. Futbol!“ Also, das war da wirklich, also da wurde scharf geschossen in Kolumbien. Aber wir haben ne gute Zeit gehabt und so haben mir sehr viele Leute sehr toll geholfen.

„Gab es auf deiner Reise auch heikle Situationen,
in die du MIT Geld wohl nicht geraten wärst?“

Michael Wigge: „Heikle Situationen auf der Reise gab es zum Glück nur sehr wenig. Mir wurde mal ein bisschen was auf Hawaii geklaut, aber da brauch man ja auch nicht so viel. Und ich hatte ma ne richtig heikle Situation auf der Reise ohne Geld in Chile. Chile ist ja durchzogen vom Anden-Gebirge und um über diese Anden zu kommen musste ich natürlich per Anhalter reisen und da hat mich jemand mitgenommen, der wahrscheinlich sehr betrunken war. So, wenn man das merkt und in diesem Auto sitzt und der plötzlich die ganze Zeit links fährt auf kurvenreichen Straßen durch die Anden, ist das äußerst schwierig. Und meine einzige Lösung war, mich aus diesem Auto da herauszuholen, dass ich mich wirklich heftigst mit ihm gestritten hab. Also wikrlich, es gab eine wilde Schreierei und dann hat er mich notgedrungen irgendwann raus gelassen. Aber, ja das war meine einzige Möglichkeit. Wäre ich mit Geld gereist, wäre ich wahrscheinlich mit einem Auto oder mit einem Bus gefahren. Dann wäre das nicht passiert.“

„Wer umsonst reist und isst, darf nicht wählerisch sein.
Was war dein kulinarisches Highlight?“

Michael Wigge: „Ja, in Peru hatte ich dann auch mal – kostenlos natürlich – Nahrung bekommen, also eigentlich täglich sogar. Und da gab es das Nationalgericht: Meerschweinchen. Und das darf man nicht ablehnen,wenn man es umsonst angebogten bekommt, so hab ich es gegessen. Und heute fragt mich noch die halbe Welt: Wie schmeckt es denn? Wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, son ein bisschen wie gebratene Ente, die aber gleichzeitig überwürzt ist und dann doch auf der anderen Seite etwas mager. Also eine nicht so wohlgenährte Ente . Klar, ich fühle mich heute noch schuldig. Ist ja klar. Das wollen wir in Europa ja nicht essen, aber ich bin diese Situation hineingerutscht, im Tauschverfahren und kam da nicht mehr raus. Aber vielleicht gibt es ja die Möglichkeit am 18. 11. in Plettenberg gemeinsam noch mal ein Meerschweinchen zu essen. Wer weiß …“

„Du hast die Welt gesehen, bist viel gereist.
Wie ist es, wenn man mal ein Heimspiel im Sauerland hat?“

Michael Wigge: „Ja, ich bin ja selber Sauerländer, Hochsauerländer. Und es ist natürlich ganz toll wenn man mal wieder im Sauerland ist, dort auftritt, wie natürlich in Plettenberg am 18.11. – Das ist toll! Weil man erinnert sich natürlich noch von damals, als man im Sauerland gewohnt hat. Schützenfeste – sie nahmen kein Ende. Nachts um vier Uhr, man stand da noch, war nicht mehr ganz nüchtern. Die Lichter gingen an, der Rausschmeißer wurde gespielt, und man blieb trotzdem noch da. Ach, ja. Es war immer wieder herrlich und vielleicht wird ja auch der Abend am 18.11. auch so enden, dass wir um vier Uhr immer noch da stehen. Und der Veranstalter wird schon die Rausschmeißermusik spielen und wir bleiben trotzdem da, als echte Sauerländer. Das würde mich sehr freuen.“

„Dann nutze doch jetzt noch einmal die Gelegenheit, um unsere Zuhörer für deine Multimedia-Show zu begeistern:“

Michael Wigge: „Ja, mein Name ist Michael Wigge und ich freu mich sehr, Sie mit meiner Reiseshow „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“ am 18. 11. in Plettenberg begrüßen zu dürfen. Also, bis dahin. Alles Gute. Tschau!“

Der Stadtmarketing Plettenberg e.V. lädt zu dieser kurzweiligen Muldtimedia-Show mit Buffet herzlich ein.

KARTENPREISE:
VVK 14 €
AK 16 €

Der Vorverkauf findet statt in der Stadtbücherei Plettenberg.
Im Eintrittsgeld enthalten ist die Teilnahme am exklusiven „Ohne-Geld-Büffet“.